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Die Ketzelburg

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Die Geschichte der Ketzelburg

Die Ketzelburg war eine Niederadelsburg und findet sich bis heute in keinerlei dokumentierten archivalischen Urkunden oder Beschreibungen ihrer Zeit.

Ketzelburg 1.0

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Durch die datierten Bodenfunde kann ein Entstehen in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts in der Stauferzeit angenommen werden. Ziemlich wahrscheinlich ist sogar eine Datierung auf vor 1189, ehe durch Kurmainz ein Verbot des Baus Steinerner Burgen vor den Toren Aschaffenburgs ausgesprochen wurde. Es darf ebenso angenommen werden, dass zeitgleich mit der Ketzelburg auch jene Siedlung entstand, aus der sich später die Gemeinde Haibach entwickelte. Die erstmalige urkundliche Erwähnung des Ortes stammt von 1187. Die Kleinburg hat höchstens 50 Jahre lang bestanden und ist dann, durch die Untersuchungen bestätigt, nicht zerstört, sondern aufgegeben worden. Gebaut in der Anfangszeit des Hochmittelalters, ist sie vermutlich ein Kulminationspunkt für die Besiedlung dieser Gegend des Spessart gewesen, wie viele andere Kleinburgen dieser Zeit.

Es war dies eine überaus bewegte Zeit, geprägt vom Kampf um die Vormacht zwischen Kaiser und Papst, wie sie im Investiturstreit gipfelte. Im Zuge dieser Auseinandersetzungen zwischen Hochadel und Landesherren, in denen viele niedrige Adlige hineingezogen wurden, gingen diese aus dem Spessart zurück in die aufblühenden Städte, wie Aschaffenburg. Der Konflikt des 13. Jahrhunderts wird im Spessart besonders durch die Auseinandersetzung der Grafen von Rieneck mit den Erzbischöfen von Mainz dominiert. Diese Herren hatten die Mittel und erbauten viel größere Burgen, wie die Residenz der Mainzer Erzbischöfe in Aschaffenburg, die Johannesburg (Vorgänger des heutigen Schlosses Johannisburg), oder die Stammburg der Rienecker. Sie errichteten militärische Anlagen, wie etwa die Rienecker die Burg Wildenstein oder die Burg Landesehre, die eine wichtige Rolle in den militärischen Auseinandersetzungen spielten. Auch die weitere wirtschaftliche, gesellschaftliche und technische Entwicklung überholte die kleinen Niederadelsburgen im Spessart, die, oft noch keine 100 Jahre alt, nicht erstürmt oder verbrannt wurden – sie hatten ihre Funktion überlebt und wurden aufgegeben.

Es war dies eine überaus bewegte Zeit, geprägt vom Kampf um die Vormacht zwischen Kaiser und Papst, wie sie im Investiturstreit gipfelte. Im Zuge dieser Auseinandersetzungen zwischen Hochadel und Landesherren, in denen viele niedrige Adlige hineingezogen wurden, gingen diese aus dem Spessart zurück in die aufblühenden Städte, wie Aschaffenburg.

Der Konflikt des 13. Jahrhunderts wird im Spessart besonders durch die Auseinandersetzung der Grafen von Rieneck mit den Erzbischöfen von Mainz dominiert.

Diese Herren hatten die Mittel und erbauten viel größere Burgen, wie die Residenz der Mainzer Erzbischöfe in Aschaffenburg, die Johannesburg (Vorgänger des heutigen Schlosses Johannisburg ),

oder die Stammburg der Rienecker .

Sie errichteten militärische Anlagen, wie etwa die Rienecker die Burg Wildenstein

oder die Burg Landesehre , die eine wichtige Rolle in den militärischen Auseinandersetzungen spielten. Auch die weitere wirtschaftliche, gesellschaftliche und technische Entwicklung überholte die kleinen Niederadelsburgen im Spessart, die, oft noch keine 100 Jahre alt, nicht erstürmt oder verbrannt wurden – sie hatten ihre Funktion überlebt und wurden aufgegeben.

"Aus dem Fundus" [1]
  1. : Wiki/Burgstall Ketzelburg
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