20.3.2012
Die Mitgliederzahl des Heimat- und Geschichtsvereins ist weiter gewachsen, gab Vorsitzender Dieter Hock bei der Jahresversammlung bekannt. 167 Personen unterstützen aktiv oder als Fördermitglied den Verein. Schwerpunkt der Arbeit sei in diesem Jubiläumsjahr der Gemeinde eine Vortragsreihe, die am 29. März mit einer Bilderschau über Haibacher Wirtshäuser, Wirtsleute und Säle fortgesetzt wird. Mit der Gemeindeverwaltung werde zurzeit über das Nachhaltigkeitskonzept der Ketzelburg verhandelt. „Die Grabungsergebnisse müssen den kommenden Generationen erhalten bleiben!“, fordert Hock. Gut angekommen sei ein Altennachmittag, bei denen alte Bilder gezeigt wurden. Viele Erinnerungen wurden dabei geweckt. Einen schönen Erfolg haben Marlies und Claus Hock und Karl Völker beim Preisdreschen in Westhofen im Rheinland errungen und als beste Gastdrescher einen lebendigen Hahn gewonnen. Natürlich beteiligt sich der Verein am Dorffest, bestätigte Hock. Für das 15-jährige Bestehen des Heimat- und Geschichtsverein wurde begonnen, eine vereinsinterne Chronik anzufertigen. „Wir müssen Gelegenheiten schaffen, der heutigen Jugend das Leben ihrer Vorfahren nahe zu bringen. Ausstellungsgegenstände haben wir genug“, gab Arbeitskreisleiter Heinz Hock bekannt. Neu zusammengestellt wurde eine Ausstellung von Gebetbüchern des Bistums Würzburg. Sie ist in den Vereinsräumen neben dem Rathaus zu sehen. Mit einem Appell wandte sich der Arbeitskreis der Bildersammlung an die Mitglieder. Bei allen Bildern, die ins Archiv aufgenommen werden, sollen die Namen der aufgenommenen Personen und die Zeit der Aufnahme vermerkt werden. Dies empfahl er auch allen privaten Fotografen. Nur so könne künftig sicher gestellt werden, die Bilder richtig zu archivieren. Albin Blatt vom Arbeitskreis Denkmalpflege zeigte sich erfreut, dass die Liste der Denkmale bis auf das Stürmerhaus in Dörrmorsbach noch vollzählig sei.
Als Jahresgabe an seine Mitglieder verteilte der Heimat- und Geschichtsverein ein Bild des Anwesens von Gustl Albert gegenüber dem Dorffriedhof (ehemals Möbel Albert) in der Freiheitstraße. Gemalt hat das Bild Adalbert Hoditschka, der nach dem Krieg als Heimatvertriebener in Haibach wohnte.
Vortragsreihe 825 Jahre Haibach

| Haibacher Gasthäuser und Säle Bilderpräsentation |
Arbeitskreis Bilder, Heimat- und Geschichtsverein |
Donnerstag, 29. März 2012 20:00 Uhr Old Church |
| Dorfwirtshäuser als Kulturgut Musikalische Umrahmung durch die Dorfmusik |
Dr. Birgit Speckle | Donnerstag, 19. April 2012 19:00 Uhr Old Church |
| Exkursion „Steinreiches Haibach" Gesteine der Steinbrüche Dörrmorsbach, Findberg, Wendelberg |
Joachim Lorenz | Samstag, 5. Mai 2012 14:30 Uhr Treffpunkt Ortseingang Dörrmorsbach |
| Archivquellen zur Ortsgeschichte | Carsten Pollnik | Dienstag, 18. September 2012 20:00 Uhr, Lokal ?? |
| Unser Dialekt | Dr. Almut König | Donnerstag, 22. November 2012 19:00 Uhr Lokal ?? |
| Nähere Angaben zu den Veranstaltungen und fehlenden Lokalen entnehmen Sie bitte dem Mitteilungsblatt | ||
Heimat- und Geschichtsverein erstellt Grabsteine-Gedenkwand
Als Zeugen einer sich ändernden Friedhofskultur wurden vom Heimat- und Geschichtsverein alte Grabsteine im Dorffriedhof aufgestellt. „Urnengräber oder gar anonyme Bestattungen in Friedwäldern verdrängen die traditionelle Grabpflege“, bedauerte Vorsitzender Dieter Hock. „Seit Jahren ist eine schwindende Wertschätzung von Friedhöfen als Ort der Erinnerung und des Gedenkens zu beobachten.“ Dadurch verschwinden immer wieder alte Grabsteine, die auch als Denkmale der Ortsgeschichte anzusehen seien. Um die steinernen Zeitzeugen der Nachwelt zu erhalten hat der Heimat- und Geschichtsverein schon vor 13 Jahren begonnen, markante Grabsteine im Dorffriedhof auszuwählen und die Besitzer zu bitten, die Steine zu erhalten oder dem Verein zu übergeben. Dabei schaute die Arbeitsgruppe auf die Vielfalt der Formen, Besonderheiten in der Beschriftung oder außergewöhnliche Inschriften. Ein gusseisernes Kreuz markiert den Beginn der Gedenkwand, Marmor- und Kunststeine mit den Namen von Gefallenen folgen, teils mit gut erhaltenen Emaillebildern. Auch an den Vorbesitzer des südlichen Friedhofsteils, Christina Baumann und an Gastwirt Ebert wird erinnert. Bürgermeister Andreas Zenglein versicherte, dass an eine Auflassung des Dorffriedhofes von Seiten der Gemeinde nicht gedacht werde. Die Erneuerung der Wege, die Freilegung der Natursteinwand an der Aussegnungshalle und der Einbau einer Toilettenanlage zeigten, dass die Gemeinde dem Dorffriedhof ihre Aufmerksamkeit schenke. Dennoch dürfe nicht übersehen werden, dass immer mehr freie Grabflächen zu einer Umgestaltung Anlass geben. Eine neue Urnenwand im oberen Teil des Friedhofes folge der Entwicklung, dass über die Hälfte der Bestattungen in Urnengräber erfolge. Mit den Worten des Heimatdichters August Albert aus dem Jahr 1920 brachte Gerhard Großmann in Erinnerung, wie frühere Generationen den Friedhof sahen. Albert beschreibt in seinem Gedicht die beiden Kastanienbäume, die am alten Eingang standen: „Tausende von Blütenkerzen ist ihr Schmuck zur Maienzeit. Jedem der erloschnen Herzen eine Blüte ist geweiht.“ Auf einem Informationsschild hat der Heimat- und Geschichtsverein die Geschichte des Friedhofs aufgelistet: Angelegt wurde er im Jahr 1823, in den Jahren 1873 und 1946 wurde er erweitert. Seit 1926 steht ein Kriegerdenkmal im oberen Teil, daneben die 1948 erbaute Aussegnungshalle. Dieter Hock dankte Albert Stürmer, Rainer Großmann, Walter Rückert, Emil Albert, Peter Völkel und dem Bautrupp der Gemeinde, die sich besonders für den Aufbau der Gedenkwand eingesetzt hatten.
Neugestaltung des Kulturweges

Jahresversammlung 2011
Mit 163 Mitgliedern ist der Heimat- und Geschichtsverein im letzten Jahr stabil geblieben. Die meisten dieser Mitglieder bringen sich in die Arbeit des Vereins in den verschiedenen Themenfeldern ein, bestätigte Vorsitzender Dieter Hock bei der Jahresversammlung. Gut angenommen wurden die Vereinsabende, bei denen Fachvorträge die Geschichte Haibachs beleuchteten. Der neu eingerichtete monatliche Frühschoppen im Vereinsheim ließ viel Raum für Gespräche. Einmal im Jahr gestaltet der Verein einen Altennachmittag, bei dem alte Bilder gezeigt und Informationen von den Senioren gesammelt werden. Als Höhepunkt des letzten Vereinsjahres bezeichnete Hock das historische Dreschfest. Für dieses Jahr ist Bilderabend geplant, der am 29. März in Grünmorsbach alte Dorfansichten vorstellt. Den Schwerpunkt der Arbeit bilden die Arbeiten am Kulturweg. Neue Schilder müssen aufgestellt und die Umgebung wieder einladend hergerichtet werden. Im Juli soll der renovierte Rundweg frisch übergeben werden. Mit der Gemeinde muss dringend über den weiteren Erhalt der Ketzelburg beraten werden. Hock: „Die Funde der mittelalterlichen Anlage fanden ein breites Interesse in der Fachwelt. Die Umgebung der Anlage entspricht jedoch nicht ihrer Bedeutung.“ Der Arbeitskreisleiter für Denkmalpflege, Albin Blatt, lobte den Erhalt der ersten Grünmorsbacher Schule. Das Haus sei privat verkauft worden und im Innern zu einem modernen Wohnhaus umgebaut worden. Das äußere Erscheinungsbild wurde erhalten, so dass die denkmalgeschützte Einheit von alter Kirche, Schule und alter Schule für die Zukunft gesichert ist. Viel Arbeit sieht Heinz Hock vom Arbeitskreis Archivpflege in diesem Jahr: Über 600 Exponate seien inzwischen zusammengetragen, die es zu erhalten gilt. In seinem Arbeitskreis werden dringend Mitarbeiter gesucht. Burkhard Müller vom Arbeitskreis alte Bilder berichtete von der Katalogisierung der reichhaltigen Bildersammlung. Es sei inzwischen möglich, schnell gesuchte Bilder zu finden, nachdem ein einheitliches Archivierungssystem eingeführt worden sei. Neu belebt werden soll in diesem Jahr der Arbeitskreis Familienforschung. Die gesammelten Daten stünden Interessierten zur Verfügung, doch müsse sich jemand um die weitere Pflege kümmern. Schon jetzt lud Claus Hock zum Vereinsausflug nach Limburg ein. Alle Arbeiten seien finanziell abgesichert, bestätigte Kassier Hans Mertens.
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Bild: Eine Ansicht des Gasthauses „Zur Krone“ aus dem Jahr 1920 zeigt das Bild von Willi Kunkel, das als Jahresgabe an die Mitglieder des Heimat- und Geschichtsverein verteilt wurde. Am 29. März ist in Grünmorsbach ein Bilderabend, an dem alte Ortsansichten vorgestellt werden.
Bilder vom Dreschfest finden Sie hier: --->